Tel. +43 681/844 77 994

Copyright  2020 by Cornelia Führer. All rights reserved.

 

Hübsch mit Hirse (+ vegetarisches Rezept)

Aktualisiert: 1. Juli 2019


Schon aus alter Zeit bekannt und jetzt wieder in aller Munde: die Hirse kehrt zurück auf unsere Teller!

Obwohl die Hirse oft in Zusammenhang mit Pseudogetreiden erwähnt wird (sie ist glutenfrei), zählt sie aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu den Gräsern als "echtes" Getreide. Meist meint man, wenn man bei uns von Hirse spricht, die handelsübliche Goldhirse (Rispenhirse).

Pro 100g enthält Hirse (je nach Sorte) ca. 70g Kohlehydrate, 10g Eiweiß und 4g Fett und wird aufgrund ihrer Zusammensetzung gerne mit dem Hafer vergleichen.

Betrachtet man die Nährstoffzusammensetzung genauer, erkennt man sofort, dass es die kleinen Körner wirklich in sich haben:

Hirse enthält alle essentiellen Aminosäuren (jene, die der Körper selbst nicht produzieren kann, aber für eine optimale Eiweißversorgung benötigt) und u.a. ...

- Eisen (Sauerstofftransport im Blut)

- Silizium (Kieselsäure) (Haut, Haare, Nägel, Bindegewebe)

- Kalium (Nerven, Muskelversorgung, Blutdruck)

- Magnesium (Muskelversorgung, Nerven, Stoffwechsel)

- Phosphor (Energieversorgung, Knochenaufbau)

- Schwefel (Energiebereitstellung, Stoffwechsel)

- Fluor (Zähne)

- Vitamin E (antioxidativ, Haut)

- Vitamine B1 & B6 (Energiestoffwechsel)

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird die Goldhirse dem Erdelement zugeordnet, sie dienst also zur Stärkung einer guten Basis ("Mitte") und versorgt den ganzen Körper gleichermaßen mit Energie. Ihr Temperaturverhalten gilt als neutral-warm, der Geschmack ist süß - das macht sie zu einer optimalen Grundlage für eine ausgewogene Mahlzeit. Hirse selbst ist nicht nur nicht schleimbildend, sie kann sogar dabei unterstützen, ungewünschte Feuchtigkeit im Körper zu transformieren (Cellulite adé :-) ).

Vorsicht im übermäßigen Konsum ist jedoch bei Gastritis und überhitztem Magen geboten, da sich die trocknende Wirkung auch auf den Magen auswirkt. Optimal wäre hier die Kombination mit saftigem Gemüse, einer Suppe oder Letscho.

Man sieht also, die Hirse ist ein richtiges Allround-Talent, für das Körperinnere und -äußere!

Was gilt es beim Kochen zu beachten?

Die Hirse sollte vor dem Kochen zumindest unter heißem Wasser fließend abgespült werden, das befreit sie vom Staub und verhindert bitteren Geschmack.

Es empfiehlt sich (ist jedoch kein Muss) dann die Hirse in einem gut beschichteten Topf etwas zu "trocknen", sprich bei mittlerer Hitze rührend leicht anzurösten, danach kann sie mit Wasser (ca. doppelte Menge) aufgegossen und aufgekocht werden. Nach dem Aufkochen die Hitze auf ein Minimum reduzieren und die Hirse leicht köcheln lassen bis sie das Wasser aufgesogen hat. Manchmal empfiehlt es sich, die Hirse noch nachquellen zu lassen.

Auf den Geschmack gekommen? Anbei gibt es ein leckeres Rezept für einen luftig-leichten Hirseauflauf! Achtung: das Rezept ist schon ein paar Jahre alt und daher noch "nur" VEGETARISCH!

Vegetarischer Hirseauflauf mit Zucchini und Pilzen

  • 100g Hirse

  • ½ L Gemüsebrühe

  • 1 Zwiebel

  • etwas Rapsöl

  • 200g Champignons (oder auch andere Pilze)

  • 1 Zucchini

  • 1 Bund Petersilie

  • 2 Eier

  • Salz

  • Cayennepfeffer

Die Hirse gut heiß abspülen, ansonsten schmeckt sie bitter. Die Brühe zum Kochen bringen, die Hirse hinzufügen und bei geringer Hitze 25-30 Min. gar kochen.

Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Die Pilze waschen, putzen und in Scheiben schneiden, die Zucchini waschen und würfelig schneiden. Die Zwiebeln in etwas Öl glasig anschwitzen, die Pilze und die Zucchini hinzufügen und beides 5 Min. braten, die Zwiebeln sollen dabei nicht bräunen.

Pilze, Zucchini und Zwiebeln zur Hirse geben. Die Petersilie waschen, hacken und ebenfalls hinzufügen. Alles mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Die Eier trennen und die Eigelbe unter die Hirse rühren, die Eiweiße steif schlagen und vorsichtig unterziehen.

Die Masse in eine gefettete Auflaufform füllen und im vorgeheizten Backofen (Ober- und Unterhitze) bei 200 Grad ca. 40 Min. backen.

Besonders gut passen ein frischer Salat, rote Rüben oder auch gegrillte Cocktailtomaten dazu!