CorneliaFührer_Logo_Icon_2.png

Nussmus: Sorten im Vergleich

Ob als Brotaufstrich, für Saucen, Backwaren oder einfach als Topping auf dem morgendlichen Porridge - Nussmus ist in aller Munde!



Die Auswahl ist mittlerweile enorm und reicht weit über das klassische Tahin und das alt bekannte Erdnussmus hinaus - quasi jede Nuss lässt sich heutzutage bereits schön cremig im Glas erwerben.

Wofür man sich entscheidet, ist einerseits Geschmackssache, andererseits aber auch eine Frage der gewünschten Anwendung.

Abgesehen davon ist Nuss trotzdem nicht gleich Nuss - bis auf einige Gemeinsamkeiten entscheiden sich die verschiedenen Nuss- & Nussmus-Sorten nicht nur in ihrem Nährstoffgehalt, sondern auch nach der Wirkung in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Je nach Therapie- oder Nährstoffbedarf können gewisse Nussmus-Sorten unterstützend wirken, während andere ungeeignet sind oder Nussmus gar kontraindiziert wäre.


In weiterer Folge möchte ich daher eine Auswahl an gängigen Nussmus-Sorten vergleichen: Wie sieht der Gehalt an Makronährstoffen aus? Welche Mikronährstoffe machen sie so besonders? Wie sieht ihre Wirkung nach der TCM aus?


Übersicht über die Makronährstoffe



Im Vergleich sind Erdnussmus & Hanfmus energieärmer als andere Sorten. Gemeinsam mit Mandelmus stehen sie ganz vorne, wenn es um den Proteingehalt geht. Bei den Ballaststoffen sind Hanfmus & Tahin Spitzenreiter. Der Fettgehalt ist naturgemäß bei allen Sorten hoch, Haselnussmus vorne weg.


Nüsse und Nussmus sind an sich reich am Antioxidans Vitamin E, reich an B-Vitaminen, Mineralstoffen, sowie einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Im Detail unterscheiden sie sich dann aber doch ein wenig:


Mandelmus (weiß)

Weißes Mandelmus wird, im Gegensatz zu braunem Mandelmus, aus geschälten Mandeln hergestellt. Aufgrund des leicht süßlichen Geschmacks eignet es sich sehr gut für Brotaufstriche & Desserts, aber auch als cremige Zutat für so manche Suppen & Saucen.

Mandeln sind besonders reich an Vitamin E, B2, Kalzium, Kalium, Folsäure, Magnesium & Eisen.

In der TCM werden Mandeln dem Erd- und Metallelement zugeordnet. Sie senken das Lungen-Qi & befeuchten Lunge & Dickdarm.

Rezepttipp: Vanille-Mandelmus selber machen


Erdnussmus

Die Nuss, die eigentlich keine ist ;-). Erdnüsse sind, botanisch gesehen, eigentlich Hülsenfrüchte (wie Linsen, Bohnen etc.), werden aber aufgrund ihres Nährstoffgehaltes zu den Nüssen gezählt. Erdnussmus unterscheidet sich übrigens stark von der amerikanischen Erdnussbutter, welcher meist zusätzliches Fett und Zucker für eine bessere Streichfähigkeit zugesetzt wird. Erdnussmus passt trotzdem gut als Brotaufstrich, als Basis für Saucen und Suppen, asiatische Bowls, Kekse oder cremige Smoothies.

Erdnüsse enthalten v.a. die Vitamine B1 & B6, sowie reichlich Kalium.

In der TCM werden geröstete Erdnüsse (am besten mit Schale) gerne für den Blutaufbau und die Dynamisierung des Bluts genutzt.

Rezepttipp: Vegane Buddhabowl mit Erdnusssauce


Haselnussmus

Die gesündere Variante der altbekannten Schoko-Nuss-Streichcreme. Haselnussmus eignet sich daher wunderbar als Brotaufstrich, sowie als Zutat für alle Backwaren, die Kakao oder Schokolade enthalten. Es wird also hauptsächlich für Süße Speise genutzt, passt aber auch wunderbar auf den morgendlichen Porridge. Haselnüsse enthalten viel Vitamin E, Kalzium, Eisen und Kalium.

In der TCM werden sie bei mangelndem Appetit, Kraftlosigkeit und Müdigkeit eingesetzt. Sie öffnen den Magen, harmonisieren die Mitte & stützen das Qi. Achtung, sie sind sehr nährend (hoher Fettgehalt)!

Rezepttipp: Schoko Granola (das verwendete Tahin mit Haselnussmus ersetzen - schmeckt noch einmal besser als das Originalrezept!)


Hanfmus

Altbekannt und doch exotisch. Viele denken bei dem Wort Hanf sofort and eine berauschende Wirkung. Hanf ist jedoch eine traditionelle Kulturpflanze und kann so viel mehr als nur unsere Sinne benebeln. Der herbere, intensive Geschmack macht Hanfmus als Dressing zu Highlight auf jeder Speise! Hanfsamen punkten durch ihren hohen Gehalt an Omega 3-Fettsäuren & können daher gern täglich auf dem Speiseplan stehen. Sie enthalten B-Vitamine, Kalzium, Kalium und Zink. Der Gehalt der verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAAS) macht sie auch für den Sport interessant.

In der TCM befeuchtet Hanfmus den Darm, tonisiert das Yin, eliminiert Hitze & leitet Toxine aus

Rezepttipp: Erbsenhummus mit Hanfmus


Cashewmus

Cashewmus könnte eher als "Leichtgewicht" unter den Nussmus-Sorten verstanden werden, da es etwas energieärmer ist. Aufgrund des milden Geschmacks kann es sehr gut zum Verfeinern von Saucen genutzt werden. Besonders in Kombination mit Hefeflocken lässt sich daraus eine leckere vegane Käsesauce zaubern!

Cashewnüsse enthalten viel Magnesium, Vitamin B1, B2, Vitamin A & Eisen. Außerdem enthalten sie die Aminosäure Tryptophan, die Basis zur Bildung unseres Glückshormons Serotonin und - in weiterer Folge - des Schlafhormons Melatonin.

In der TCM beruhigen Cashewnüsse den Geist, hemmen inneren Wind, transformieren Feuchtigkeit und tonisieren Qi & Yin. Auch sie wirken befeuchtend auf den Darm.

Rezepttipp: Veganer Grillkäse (leider nicht mit Cashewmus, dafür mit Cashewkernen)


Sesammus (weißes Tahin oder Tahini)

Ein toller Allrounder aus der arabischen Küche, der es spätestens als Zutat in Hummus (Kichererbsenpaste) in unsere Küchen gefunden hat. Sesammus schmeckt etwas herber bzw. bitterer und eignet sich daher perfekt für die Zubereitung von Dressings (z.B. mit Zitrone oder Sojasauce), sowie orientalische Gerichte.

Unter den Nüssen besticht Sesam mit einem sehr hohen Kalziumgehalt (783mg/100g), was ihn besonders für die vegane Küche interessant macht. Nebenbei enthält er aber noch beachtliche Mengen an Eisen & Zink.

In der TCM nährt weißer Sesam Qi, Yin und die Essenz Jing, befeuchtet den Darm & eliminiert Wind-Hitze-/Kälte-/Nässe-Symptome (Bi-Syndrom).

Rezepttipp: Hummus classic



Was allen genannten Nüssen & Samen gemein ist, ist die Temperaturwirkung (Thermik) nach der TCM. Grundsätzlich sind sie thermisch neutral - werden sie für die Nussmusherstellung aber geröstet, erhalten sie dadurch mehr Wärme. Der Mahlvorgang begünstigt die Wärmeentstehung zusätzlich. Nüsse & Samen sind kleine Nährstoffbomben: aufgrund ihres süßen Geschmacks tonsieren sie Qi, Blut & Yin. Da sie sehr nährend sind, sollte sie aber nur in kleinen Mengen genossen werden.


Bei Nussmus ist besonders auf eine hohe Qualität zu achten, am besten eignen sich biologische Produkte. Ich beziehe mein Nussmus beispielsweise von KoRo - hier weiß ich, dass die Qualität stimmt & das Preis-Leistungsverhältnis ist beinahe unschlagbar.

Mit dem Code "feelgood5" kannst du bei KoRo -5% sparen (auf alle Produkte in allen Onlineshops). (unbezahlte Werbung)


Vielleicht wäre das eine feine Möglichkeit, sich einmal durch ein paar verschiedene Sorten Nussmus zu kosten!


Ich möchte die leckeren Cremes auf jeden Fall in meiner Küche nicht mehr missen! Sei es als Backzutat, als Topping auf dem Porridge, für leckere Dressings oder einfach als leckere Zugabe auf geschnittenem Obst - so lecker!


Deine

Conny